Baumheideschule
Städtische Hauptschule
Ganztagsschule

Schlehenweg 24
33609 Bielefeld
Tel.: 0521 / 51 23 50
Fax: 0521 / 51 68 96

 

Leistungen der Hauptschule

Die Schulform Hauptschule hat zwar ein Imageproblem,

aber kein Qualitätsproblem !

In den letzten 30 Jahren sind in den Hauptschulen zahlreiche Ideen und innovative Konzepte entwickelt worden, die auch von anderen Schulformen gerne übernommen worden sind.

Dies sind unter anderem:

v Zweiter Schulanfang

v Integration

v Differenzierung und Individuelle Förderung

v Handlungsorientierung und Praxislernen

v Erziehungsarbeit / Schulsozialarbeit /Beratung / Elternarbeit 

v Berufsorientierung und Lebensplanung

v Kooperation der Lehrkräfte 

 

v „Zweiter Schulanfang“ – Übergang von der Primar- in die Sekundarstufe

  • Kontakte und Informationsfluss zwischen den Schulen bereits im 2. Halbjahr der Klasse 4
  • Kompensation von Misserfolgserfahrungen in der bisherigen Schullaufbahn
  • Lernmotivierende Gestaltung der Eingangsphase in der Sekundarstufe I: Erfolgserlebnisse bewirken Lernmotivation, was gegen eine Verlängerung des gemeinsamen Lernens in der Orientierungsstufe spricht.
  • Inhaltliche Abstimmungen über Kompetenzen und Curricula 
  • Weiterführung und Weiterentwicklung des Methodenlernens
  • Diagnostik zu Beginn der Klasse 5 unter Berücksichtigung der Erkenntnisse aus der Grundschule, unterstützt durch standardisierte Instrumente oder den Lernserver der Uni Münster
  • Entwicklung von Regeln und Ritualen
  • Durchführung von Kennenlerntagen / einer Klassengemeinschaftswoche
v Integration
  • Sprachförderung insbesondere in den Klassen 5 und 6 für Schülerinnen und Schüler mit und ohne Zuwanderungsgeschichte
  • Schulische, soziale, kulturelle und sprachliche Integration von Seiteneinsteigern in das deutsche Schulwesen, sowohl  in Regelklassen als auch in Alphabetisierungs-, Auffang- und Förderklassen
v Differenzierung und Individuelle Förderung
  • Schaffung lernförderlicher Arrangements durch innere Differenzierung und schüler-aktivierende Unterrichtsformen
  • Vermittlung positiver Lernerfahrungen als Grundlage für eine erfolgreiche Schullaufbahn
  • Ausschöpfung der Leistungspotentiale von Hauptschülerinnen und Hauptschülern
  • Nutzung aller Chancen und Formen individueller Förderung, sowohl zum Ausgleich von Defiziten als auch zur Entwicklung von Talenten
v Handlungsorientierung und Praxislernen
  • Systemisch verankertes Projektlernen in allen Fächern und allen Jahrgängen
  • Nutzung der Chancen des fächerverbindenden und überfachlichen Lernens
  • Schaffung von Lernarrangements mit hohen alltagsverwertbaren Praxisanteilen und Transfermöglichkeiten in berufliche Zusammenhänge
  • Durchführung von sozialen und identitätsstiftenden Projekten
  • Verbindungen zu Einrichtungen in der Stadt
  • Mitwirkung der Schülerinnen und Schüler an der Gestaltung des Schullebens
  • Fortführung des praxisorientierten Lernbereichs Arbeitslehre mit den Fächern Wirtschaft, Hauswirtschaft und Technik
  • Handlungsorientierte Ausrichtung des musischen Lernbereichs mit den Fächern Kunst, Musik und Textilgestaltung
  • Angebotspalette im Wahlpflichtunterricht mit der Möglichkeit zur Profilbildung für den Jugendlichen
  • Situationsgerechte und anwenderorientierte Nutzung der Neuen Medien (PCs, SmartBoards ,...) in allen Unterrichtsfächern

v Erziehungsarbeit / Schulsozialarbeit / Beratung / Elternarbeit

  • Verbindliches Konzept im Schulprogramm zur Erziehungsarbeit
  • Verbindliches Konzept im Schulprogramm zur Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeit
  • Akzeptanz des einzelnen Kindes mit all seinen Stärken und Schwächen
  • Kooperation mit Eltern in Fragen der Erziehung, z.B. durch Vereinbarungen und Hausbesuche
  • Einbezug der Eltern in die schulische Arbeit im Sinne einer Partizipation und der gemeinsamen Verantwortung für den Bildungserfolg der Kinder
  • Beratungssystem für Schüler und Eltern in Kooperation mit Schulsozialarbeit und außerschulischen Partnern, z.B. der AWO und der Jugendhilfe
  • Nutzung von Programmangeboten zum sozialen Lernen, z.B. Theaterprojekte gegen Gewalt und Mobbing
v Berufsorientierung und Lebensplanung
  • Durchgängiges Konzept der Berufsorientierung und Lebensplanung mindestens ab Klasse 7
  • Berufsorientierung und Lebensplanung als Aufgabe aller Lehrkräfte in allen Fächern
  • Sicherung des aktuellen Informationsniveaus des Lehrerkollegiums durch Berufswahlkoordinatoren und Berufsorientierungsteams und deren städtische Vernetzung
  • Individualisierte Beratung und Begleitung im Übergang von der Schule in den Beruf durch die Kooperation von Schule, Berufsberatung und regionales Übergangsmanagement
  • Stärkung des Praxisbezugs durch Firmenpartnerschaften
  • Systematische Gestaltung verbindlicher Praktika und zusätzlicher notwendiger individueller Praxiserfahrungen mit Rückmeldeverfahren der Betriebe im Blick auf die Verbesserung der Ausbildungsreife, wie z.B. Langzeitpraktika
  • Einrichtung von FG9- und BUS-Klassen für Jugendliche, die vom Schulabgang ohne Abschluss bedroht sind
  • Kontinuierliche Arbeit mit dem Berufswahlpass als Portfolio
  • Kommunikation, Kooperation und projektbezogene Zusammenarbeit mit den Berufskollegs der Stadt Bielefeld für den Übergang Schule - Beruf.
  • Nutzung von Angeboten zur Stärkung persönlicher und sozialer Kompetenzen im Hinblick auf die Berufsausbildung

v Arbeit und Kooperation der Lehrkräfte

  • Stärkung der Funktion des Klassenlehrers / des Klassenlehrerteams durch hohe Unterrichtsanteile in der eigenen Klasse und Kontinuität in der Klassenleitung
  • Abgestimmtes Arbeiten der Lehrkräfte insbesondere im Hinblick auf Erziehung
  • Paralleles Arbeiten im Hinblick auf Niveaudifferenzierungen, Leistungsanforderungen und Leistungsüberprüfungen
  • Ganztagsschulbetrieb und das damit im Unterrichtsalltag veränderte Verständnis "weg von Hausaufgaben" hin zu integriertem Fordern und Fördern
  • Anerkennung und Umsetzung des Paradigmenwechsels in der Lehrerfunktion  zum „Lernbegleiter“ und „Lernprozessmoderator“

Nahezu alle Schülerinnen und Schüler, die von der Grundschule in die Klasse 5 einer Hauptschule wechseln – meistens, weil sie keine Aufnahme in einer anderen Schulform der Sekundarstufe I finden – bringen vielfältige Misserfolgserfahrungen mit, haben vielschichtige soziale Problemlagen zu tragen und stammen häufig aus sogenannten bildungsfernen Familien.

Die Übergangsquote von der Grundschule in die Schulform Hauptschule in der Stadt Bielefeld liegt mit 7,58 %  deutlich unter dem Landesdurchschnitt NRW von 12,7 % und unter dem des Regierungsbezirks Detmold von 12,8 %. Diese Zahlen sind von 2010; sie haben sich seither noch weiter verschlechtert.

Das bedeutet, dass im Durchschnitt lediglich ein bis zwei Kinder aus einer jeden Grundschulklasse in der Stadt Bielefeld in die Hauptschule wechseln – die sich daraus ergebenden Konsequenzen für eine zielführende Bildung und Erziehung stellen eine große Herausforderung an die Lehrkräfte und an die Rahmenbedingungen dar.

Diese kleine Gruppe eines jeden Schülerjahrgangs bewegt sich dennoch bei zentralen Lernstandserhebungen in der Klasse 8 und bei den Zentralen Prüfungen in der Klasse 10 im Landesdurchschnitt NRW oder liegt gar darüber. Diese Gruppe erreicht am Ende der Sekundarstufe zu ca. 90 % einen Schulabschluss. Davon erreichen ca. 15 % den Hauptschulabschluss nach Klasse 9,  ca. 50 % den Hauptschulabschluss  nach Klasse 10  und ca. 25 % den Mittleren Bildungsabschluss (Fachoberschulreife), davon fast die Hälfte mit der Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe. Zudem wurde die Nichtversetzungsquote in den letzten Jahren deutlich reduziert. Außerdem hat die Qualitätsanalyse NRW unseren Schulen gute bis sehr gute Leistungen bestätigt. Und letztlich wurden die guten Leistungen auch durch die Auszeichnung und Preisverleihung beim Wettbewerb 'Starke Schule 2011' sowie durch die von der Ministerpräsidentin NRW belobigte und urkundlich festgehaltene Gesamtleistung der Schule gewürdigt.

All dies  belegt deutlich die bislang erbrachten Förderleistungen

der Hauptschulen der Stadt Bielefeld. 

Diese Förderleistungen basieren insbesondere auf sechs Erfolgsfaktoren:

  • Der Unterricht folgt den systemisch trainierten anerkannten Prinzipien der Unterrichtsentwicklung, strebt  die Schülerorientierung und die Stärkung der Eigenverantwortlichkeit an und nutzt die Chancen der Individuellen Förderung.
  • Die Lehrkräfte verkörpern ihren Schülerinnen und Schülern gegenüber eine wertschätzende und vertrauensvolle pädagogische Grundhaltung und entwickeln eine tragfähige Beziehungsebene, fördern und fordern sie in ihrer Leistungsentwicklung und motivieren sie.
  • Sie arbeiten am Aufbau des Selbstbewusstseins ihrer Schülerinnen und Schüler, stärken somit deren Persönlichkeitsentwicklung und ermöglichen auch gezielt organisierte Erfahrungen zum sozialen Lernen und zur Ich-Stärkung.
  • Das System Hauptschule, insbesondere in der Organisationsform der rhythmisierten Ganztagsschule, bietet für die Kinder und Jugendlichen Lern- und Lebensraum mit vielfältigen Angeboten und Elementen der Alltagserfahrung und des sozialen Lernens sowie angemessener Betreuung und Unterstützung, die ihnen die Familie oftmals nicht bieten kann.
  • In den Hauptschulen arbeiten unterschiedliche Professionen (Lehrer, Schulsozialarbeiter, Honorarkräfte im Ganztag) und außerschulische Partner (AWO, Jugendhilfe, Partner-betriebe, Vereine, ...) zusammen, um Kinder und Jugendliche für ein berufliches und gesellschaftliches Leben vorzubereiten, das ihnen Eigenverantwortlichkeit und umfängliche Teilhabe ermöglicht.
  • Dafür sind günstige Rahmenbedingungen unerlässlich, die neben einem geeigneten Schulgebäude und Schulgelände auch die Bereitstellung von personellen Ressourcen umfassen: angemessene Klassengrößen, günstige Lehrer-Schüler-Relation, zuverlässige Lehrerversorgung,  Unterstützung durch Schulsozialarbeit, Unterstützung beim Übergang von der Schule in den Beruf und Zuschlagstellen für besondere Förderleistungen, wie zum Beispiel Integrationshilfe, Sprachförderung in den Klassen 5 und 6, Unterstützung für kleine Hauptschulen und Förderung auf der Basis eines Sozialindexes.

 In der Tat: ein anspruchsvoller Katalog von Anforderungen für die angemessene Bildung, Ausbildung und Erziehung der Hauptschülerinnen und Hauptschüler. Damit leistet gerade die Hauptschule einen wertvollen gesellschaftlichen Beitrag zur präventiven Sozialpolitik.

 


© Städt. Baumheideschule (www.baumheideschule.de)


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